Bayer MaterialScience will rund 100 Millionen Euro in die Erweiterung der Hightech-Produktionsanlage für MDI (Diphenylmethan-Diisocyanat) im Bayer Industriepark Brunsbüttel investieren. Das Projekt ist Teil des bereits bekannt gegebenen Optimierungskonzeptes für die Isocyanat-Produktion in Europa. Es soll in aufeinander abgestimmten Stufen umgesetzt werden.
Zunächst ist in Dormagen der Bau einer neuen Hightech-Produktionsanlage für TDI (Toluylen-Diisocyanat) mit einer Jahreskapazität von 300.000 Tonnen geplant, die 2014 in Betrieb gehen soll. Zeitversetzt soll die bestehende MDI-Anlage in Brunsbüttel mit einer jährlichen Kapazität von 200.000 Tonnen auf eine Gesamtkapazität von 420.000 Jahrestonnen ausgebaut werden. Als Teil dieser Massnahme soll die dortige TDI-Anlage in eine MDI-Anlage umgerüstet werden.
Im Mai 2011 soll als erster Schritt durch die zuständigen Behörden das sogenannte Scoping-Verfahren eingeleitet werden. In Abhängigkeit von der Dauer des Genehmigungsverfahrens und der Entwicklung am Markt ist mit einer Inbetriebnahme in den Jahren 2015/2016 zu rechnen.
"Die Kunststoffbranche erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach MDI und TDI weiter steigen wird", erklärt Peter Vanacker, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience und zuständig für die Business Unit Polyurethanes. "Mit der schrittweisen Umsetzung des Isocyanat-Optimierungskonzepts wollen wir frühzeitig unsere weltweit führende Position in diesem langfristig wachsenden Zukunftsmarkt weiter ausbauen."

